Weltgebetstag der Frauen - lebendige Ökumene

Am 1. Freitag im März findet jedes Jahr der ökumenische Weltgebetstag der Frauen auf der ganzen Welt statt. Der Weltgebetstag (WGT) hat seine Wurzeln in Nordamerika, wo er 1887 zum 1. Mal begangen wurde. 1927 übernahmen methodistischen Frauen in Österreich den WGT, 1952 kamen evangelischen und altkatholischen Frauen, 1957 auch katholische Frauen hinzu. Seit 2008 gibt es den Verein "Weltgebetstag der Frauen in Österreich" mit eigener Rechtspersönlichkeit. Vorsitzende für Tirol ist die Katholikin Regina Pendl. Der WGT vereint christliche Frauen über ihre konfessionellen und nationalen Grenzen hinweg. Aus der Begegnung im Gebet entsteht Solidarität und die Bereitschaft zu helfen. Konkret geschieht das durch Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit und v.a. durch die Förderung von Projekten. Gemäß der Idee "Global denken - lokal handeln" erfahren die teilnehmenden Frauen viel über die Lebenswirklichkeiten von Frauen in anderen Ländern. 2017 steht ganz im Zeichen der Philippinen. Das Motto lautet "Habe ich dir unrecht getan". Im Mittelpunkt der Liturgie steht das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Die Philippinen sind gerade jetzt wegen ihres neuen, diktatorischen Präsidenten negativ in den Schlagzeilen. Der Alltag der Arbeiterinnen, Taglöhnerinnen, Betroffenen des Klimawandels und Alleinerzieherinnen ist von Abhängigkeiten und prekären Verhältnissen geprägt. Viele Philippinas werden Opfer von häuslicher Gewalt oder des Sex-Handels oder müssen sich im Ausland als Arbeits-Migrantinnen verdingen. Der Weltgebetstag 2017 unterstützt Projekte zur Ernährungssicherung und zur Entwicklung von Klimaanpassungsstategien, zur Klima- und Geschlechtergerechtigkeit als Motor für nachhaltige Entwicklung, unterstützt Projekte zum Empowerment philippinischer Arbeiterinnen und Bildungsprogramme für Kinder der indigene Bevölkerung. Im Dekanat Hall wird der WGT am 3. März in Hall bei den Evangelischen Frauen, Saline 1 begangen.  www.weltgebetstag.at

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